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Lärm am Arbeitsplatz

von Ronnie Pregitzer am

Jeder der in einem Büro arbeitet kennt es: Es kann es schon mal laut werden. Die Geräuschkulisse dröhnt in den Ohren und sorgt für Lärm am Arbeitsplatz. Krach hält vom Arbeiten ab und kann sogar der Gesundheit schaden. So ist es nicht nur im Interesse von Mitarbeitern, sondern auch von Arbeitgebern, etwas gegen den Lärm am Arbeitsplatz zu unternehmen.

Beschwerdegrund Nummer Eins

Die vermehrt implementierten New-Work-Ansätze großer und innovativer Firmen und auch von Startups sollen die Produktivität der Mitarbeiter steigern, die Kommunikation verbessern und zusätzlich die Teamarbeit steigern. Um diese positiven Aspekte umsetzen zu können, bedient man sich offen gestalteter Büroräume, ähnlich einem Coworking Space. Was dabei aber offen vergessen wird, ist der Lärmpegel, der in solchen Open Spaces durchgängig herrscht. Die Wahrheit ist: Offene Büroräume sind laut. Zwar kann man sich gut mit den Kollegen verständigen, im Gegenzug hört man aber auch wirklich alles – ob man will oder nicht. Eine Studie der Cornell Universität kam zu dem Ergebnis, dass eine zu hohe Lautstärke und Lärmbelästigung der häufigste Beschwerdegrund in Großraumbüros ist.Lärm am Arbeitsplatz ist dabei nicht nur eine Belastung für die Ohren, sondern hat weitere negative Konsequenzen:

  • Lärm macht krank
  • Lärm macht unproduktiv
  • Lärm macht müde
  • Lärm macht fehleranfällig

Um die Mitarbeiter vor den Folgen einer zu hohen Lärmbelastung zu schützen, gibt die Lärmschutzverordnung einige Richtlinien vor. So soll insbesondere verhindert werden, dass es zu gesundheitlichen Schäden kommt, wenn Arbeitnehmer zu lange sehr hohen Lautstärken ausgesetzt sind.

Branchenübergreifende Richtlinien:

Ab einem Mittelwert von 85 Dezibel muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass alle Mitarbeiter einen Hörschutz tragen und der Arbeitgeber muss ein Lärmminderungsprogramm erstellen, um die Situation zu verbessern. Hinter dem Spitzenschalldruckpegel verbirgt sich die maximale Lautstärke, die an einem Arbeitsplatz erreicht werden kann. Diese sind bereits bei kurzem Auftreten eine Gefahr für die Gesundheit. Liegt der Höchstwert bei 135 Dezibel, treten die gleichen Maßnahmen wie bei einem Mittelwert von 80 Dezibel in Kraft – auch wenn der Durchschnitt weiter unter dem Wert liegt. Ab einer maximalen Lautstärke von 137 Dezibel ist immer ein Hörschutz zu tragen und der Arbeitgeber wird auch hier verpflichtet, den Lärm zu begrenzen, unabhängig davon, ob die Lautstärke nur für einen kleinen Moment erreicht wird.

Büroräume Richtlinien:

Für Büros gibt es keine festen Grenzwerte, extreme Werte werden dort selten erreicht. Um ein konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen und den Stress zu senken, wird jedoch empfohlen, einen durchschnittlichen Geräuschpegel von unter 55 Dezibel anzustreben. 

Bereits im Jahr 1996 veröffentlichte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sehr interessante Forschungsergebnisse zu verschiedenen Studien, die über Jahre hinweg durchgeführt wurden. Auch wenn die Arbeitswelt vor 25 Jahren noch deutlich anders aussah, könnten diese Erkenntnisse zu unserer heutigen Zeit nicht relevanter sein. Die folgenden Tabellen verdeutlichen, wie negativ sich Lärm bereits vor über 25 Jahren auf Büroangestellte ausgewirkt hat. Heute, 25 Jahre später, mit unseren Open-Office-Lösungen und zusätzlichen Störfaktoren, würden die Ergebnisse vermutlich weitaus drastischer ausfallen.

 

Besonders interessant ist hier zu sehen, dass bereits ab einer Senkung des Lärmpegels um lediglich 10dB eine Leistungssteigerung um 12% eintritt. Mit ANC-Kopfhörern kann man dies sehr einfach erreichen.  

Weitere Interessanten Grafiken:

 

 

Auch der Nationale Lärm-Rat Frankreichs (Conseil national du bruit) hat in einem sehr ausführlichen Whitepaper die Gefahren, Folgen und Konsequenzen von Lärmbelästigung am Arbeitsplatz untersucht. Die Erkenntnis : Lärm am Arbeitsplatz verursacht alleine in Frankreich im Tertiärsektor einen Verlust von 18 Milliarden Euro (vgl. Seite 46). 

 

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